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Runtime-Signale

Monitoring-Alerts und ML-Release-Ereignisse automatisch als Nachweise übernehmen.

Post-Market-Monitoring scheitert selten am Willen, sondern an der Übertragung: Der Alert liegt in Grafana, das Release in GitHub Actions, das Modell in MLflow – und die Compliance-Akte bleibt leer. Die Ereignis-Übernahme schließt diese Lücke. Sie richten je KI-System ein Quellprofil ein, tragen den Endpunkt in Ihrem bestehenden Werkzeug ein, und ab dann entstehen Nachweise dort, wo ohnehin gearbeitet wird.

Auf einen Blick

Enthalten ab
Professional (Teil von Incident Management)
Wo in der App
KI-System öffnen → Integrationen / Ereignisse
Ergebnis
Automatisch erzeugte Monitoring-Signale, Modellregister- und Release-Einträge
API
/api/v1/ingestion

Verfügbare Konnektoren

Sechs Konnektoren, drei Ergebnistypen. Der Katalog ist über die API abrufbar, sodass Sie die Endpunkte nicht abtippen müssen.

QuelleEndpunktErzeugt
MLflow/ingestion/connectors/mlflow/webhookModellregister-Eintrag
GitHub Actions/ingestion/connectors/github-actions/webhookRelease-Ereignis
GitLab CI/ingestion/connectors/gitlab-ci/webhookRelease-Ereignis
Grafana/ingestion/connectors/grafana/alertsMonitoring-Signal
Prometheus/ingestion/connectors/prometheus/alertsMonitoring-Signal
Datadog/ingestion/connectors/datadog/eventsMonitoring-Signal

Einrichtung – Schritt für Schritt

  1. 1KI-System öffnen, dem die Signale zugeordnet werden sollen. Jedes Quellprofil gehört zu genau einem System.
  2. 2Quellprofil anlegen: Quelltyp (z. B. GRAFANA), Bezeichnung des Quellsystems, sowie optional Standardschwere und Standardstatus für erzeugte Einträge.
  3. 3Gemeinsames Geheimnis („Shared Secret") setzen und den Namen des Signatur-Headers festlegen. Ohne Geheimnis wird die Signatur nicht geprüft – für produktive Quellen sollten Sie eines setzen.
  4. 4Den Endpunkt aus der Tabelle oben in Grafana, MLflow, GitHub Actions o. ä. als Webhook-Ziel eintragen und die Signatur dort mit demselben Geheimnis konfigurieren.
  5. 5Ein Testereignis auslösen und in der Ereignisübersicht prüfen, ob es als „verarbeitet" ankommt.

Status eines Ereignisses

Jedes eingehende Ereignis wird protokolliert – auch, wenn es scheitert. Das ist der Unterschied zwischen einer Integration, der man vertrauen kann, und einer, die still ausfällt.

StatusBedeutung
RECEIVEDAngenommen, Verarbeitung läuft.
PROCESSEDVerarbeitet; der erzeugte Eintrag ist mit dem Ereignis verknüpft und aus der Übersicht direkt erreichbar.
DUPLICATEDieselbe externe Ereignis-ID kam erneut an. Es wird kein zweiter Eintrag erzeugt – Doppelzustellungen Ihres Werkzeugs sind damit unschädlich.
FAILEDVerarbeitung fehlgeschlagen, der Fehlertext wird mitgespeichert. Bis zu drei Versuche.
DEAD_LETTERNach drei Fehlversuchen endgültig liegengeblieben. Diese Einträge sind Ihre Arbeitsliste.

Was die Übernahme sicher macht

  • HMAC-SHA256-Signaturprüfung gegen das hinterlegte Geheimnis. Der Header-Name ist frei wählbar; ohne Angabe wird x-simpleact-signature erwartet.
  • Doppelerkennung über die externe Ereignis-ID – ein erneut zugestelltes Ereignis erzeugt keinen zweiten Nachweis.
  • Wiederholung auf Knopfdruck: Ein fehlgeschlagenes Ereignis lässt sich erneut verarbeiten. Bereits verarbeitete oder als Duplikat erkannte Ereignisse werden dabei abgelehnt, statt einen zweiten Eintrag zu erzeugen.
  • Das gemeinsame Geheimnis wird nie zurückgegeben. Die API meldet nur, ob eines gesetzt ist.
  • Jede Übernahme landet im Audit-Trail – erkennbar als maschinelle Änderung, nicht als Handlung einer Person.

Auch ohne Konnektor nutzbar

Neben den sechs Konnektoren gibt es generische Endpunkte für Monitoring-Signale, Modellregister-Einträge und Release-Ereignisse. Wenn Ihr Werkzeug nicht in der Liste steht, senden Sie direkt an diese Endpunkte – Sie brauchen keinen fertigen Konnektor, nur ein System, das einen HTTP-Aufruf absetzen kann.

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