Konzern-Governance
Mehrere Organisationen verbinden, gemeinsam steuern – ohne die Datentrennung aufzugeben.
Ein Konzern hat ein Problem, das eine Einzelorganisation nicht hat: Die Muttergesellschaft trägt die Verantwortung für die KI-Compliance der Gruppe, darf aber nicht einfach in den Datenbestand der Töchter hineinregieren. Die Konzern-Governance löst das über drei Bausteine: eine gerichtete Verknüpfung zwischen Organisationen, eine lesende Gesamtsicht, und Richtlinienvorlagen, die angeboten und nicht aufgezwungen werden.
Auf einen Blick
- Enthalten ab
- Enterprise
- Wo in der App
- Linke Navigation → Konzern
- Ergebnis
- Konzern-Rollup über alle Tochterorganisationen plus verteilte Vorlagen
- API
- /api/v1/group-governance
Organisationen verknüpfen
Die Verknüpfung entsteht nicht durch eine Zuweisung von oben, sondern durch eine Einladung, die die Tochter einlöst. Beide Seiten stimmen also aktiv zu.
- 1Die Muttergesellschaft erstellt eine Einladung – optional mit Bezeichnung und E-Mail-Adresse der Zielorganisation.
- 2Dabei entsteht ein Pairing-Code. Er gilt standardmäßig 7 Tage, maximal 14; danach verfällt er ersatzlos.
- 3Die Tochterorganisation prüft den Code zuerst in einer Vorschau: Sie sieht, wer sie einlädt, bevor sie zustimmt.
- 4Nach dem Einlösen ist die Verknüpfung aktiv und die Tochter erscheint im Rollup der Mutter.
- 5Beide Seiten können die Verknüpfung jederzeit lösen – die Mutter für ein bestimmtes Kind, das Kind für sich selbst. Der Grund der Aufhebung wird mitprotokolliert.
Was das Rollup zeigt
Das Rollup ist eine Kennzahlensicht, keine Datensicht. Die Mutter sieht, wo es klemmt – nicht die Inhalte der Tochterakten.
- Je Tochterorganisation: Name, Plan, Status und die Ebene im Konzern – 1 ist eine direkte Tochter, 2 eine Enkelgesellschaft.
- Anzahl der KI-Systeme, aufgeschlüsselt nach Risikoklasse: minimal, begrenzt, hoch, verboten und nicht bewertet.
- Systeme mit überfälligem Review – als überfällig gilt, was seit mehr als einem Jahr nicht geprüft wurde.
- Offene Vorfälle je Tochter. Als geschlossen zählen nur Vorfälle mit Status „gelöst" oder „geschlossen".
- Die Konzernstruktur separat als reiner Organisationsbaum – bewusst ohne Kennzahlen, wenn Sie nur die Hierarchie brauchen.
Richtlinienvorlagen verteilen
Eine Vorlage ist ein vorbereiteter KI-System-Eintrag, den die Mutter an Töchter verteilt. Aus der Verteilung wird ein Angebot – kein Schreibzugriff.
Vorlage erstellen
Entweder von Hand oder aus einem bestehenden KI-System der Mutter heraus. Eine Vorlage hat einen Status: Entwurf, veröffentlicht oder archiviert. Nur veröffentlichte Vorlagen lassen sich verteilen.
Verteilung mit Vorschau
Vor dem Verteilen zeigt eine Vorschau, welche Organisationen ein Angebot erhalten würden. So verteilen Sie nicht versehentlich an den ganzen Konzern.
Annehmen oder ablehnen
Die Tochter entscheidet selbst. Bei Ablehnung kann sie einen Grund angeben. Angenommen wird das Angebot zu einem echten Eintrag im eigenen Bestand, der ab dann der Tochter gehört.
Automatische Übernahme
Optional lässt sich eine Vorlage als automatisch zu übernehmen kennzeichnen. Das ist eine Entscheidung mit Governance-Wirkung – legen Sie vorher fest, wer sie treffen darf.
Die Mutter bekommt keinen Schreibzugriff
Eine Verknüpfung erzeugt eine lesende Gesamtsicht und die Möglichkeit, Vorlagen anzubieten. Sie erzeugt keinen Zugriff auf die Akten, Nachweise oder Vorfälle der Tochter. Wer im Konzern tatsächlich in mehreren Organisationen arbeiten muss, braucht dort eine eigene Berechtigung – die Konzern-Verknüpfung ist dafür kein Ersatz.
Über die API
Konzern-Rollup, Struktur, Verknüpfungen und Vorlagen sind per API-Key lesbar. Schreibende Konzernaktionen bleiben der angemeldeten Sitzung vorbehalten – mit einer Ausnahme: Angebote annehmen, ablehnen und synchronisieren geht auch per API, denn das ist die Entscheidung der empfangenden Tochter über den eigenen Bestand.