Compliance-Checklisten
Pflicht-Checkliste je KI-System nach Rolle und die organisationsweite DSGVO-Checkliste V3 mit 18 Punkten.
SimpleAct führt zwei Arten von Pflicht-Checklisten. Im AI-Act-Bereich hat jedes KI-System eine eigene Checkliste, die zu Risikoklasse und Rolle passt. Im DSGVO-Bereich gibt es eine Checkliste für die ganze Organisation. Beide trennen „erledigt“ sauber von „trifft nicht zu“, und Letzteres geht nur mit Begründung.
Auf einen Blick
- Enthalten ab
- AI-Act-Checkliste ab Starter, DSGVO-Checkliste ab Professional
- Wo in der App
- Nachweisen → Pflicht-Checkliste (AI Act bzw. DSGVO)
- Ergebnis
- Status je Pflicht mit Nachweis; Grundlage des Kriteriums „Pflicht-Checkliste“ im Compliance-Score
- Rechtsbezug
- KI-VO Kapitel III, Art. 4, 5, 50; DSGVO; § 38 BDSG; § 25 TDDDG
- API
- /api/v1/compliance-checklists
AI-Act-Checkliste für Hochrisiko-Systeme nach Rolle
Die Hochrisiko-Checkliste ist in vier Gruppen geteilt. Die App zeigt nur die Gruppen für die Rolle aus „Einstufung & Rollen“; ohne Rolle zeigt sie alle, damit nichts verloren geht. Die Aufteilung nach Rolle ist als Beta gekennzeichnet.
| Gruppe | Inhalt |
|---|---|
| Rolle (R1–R3) | Sind Sie Anbieter, Betreiber oder beides, einschließlich der Frage, ob Sie nach Art. 25 zum Anbieter werden. |
| Gemeinsam | Pflichten jedes Akteurs: Art. 4, 5, 50, Lieferkette, Änderungsmanagement, Behördenanfragen. |
| Anbieter | Art. 16 und die Artikel, auf die er verweist (Art. 9–15, 17–21, 43, 47–49, 72, 73). |
| Betreiber | Art. 26 Abs. 1–12, Art. 27 (Grundrechte-Folgenabschätzung, nur wo vorgeschrieben) und Art. 86. |
DSGVO-Checkliste V3
Die DSGVO-Checkliste ist eine einzige Vorlage für jede Organisation mit 18 Punkten: zwölf Grundpflichten, die jeder Verantwortliche hat, und sechs bedingte Pflichten, die von der Verarbeitung abhängen. Frühere Punkte, die nur die Bedienung von SimpleAct beschrieben, sind entfallen; ihre gespeicherten Antworten werden beim passenden Rechtspunkt als Vorschlag angeboten und tauchen dort als „So erledigen Sie das in SimpleAct“ wieder auf.
Zwölf Grundpflichten
| Punkt | Rechtsgrundlage |
|---|---|
| Rechtmäßigkeit der Verarbeitung (Rechtsgrundlage) | Art. 6, 7, 9, 10 |
| Grundsätze und Rechenschaftspflicht | Art. 5, 24 |
| Informationspflichten (Datenschutzhinweise) | Art. 12, 13, 14 |
| Betroffenenrechte (Prozess und Fristen) | Art. 12, 15–21 |
| Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten | Art. 30 |
| Auftragsverarbeitung | Art. 28 |
| Sicherheit der Verarbeitung (TOMs) | Art. 32 |
| Datenschutz durch Technikgestaltung und Voreinstellungen | Art. 25 |
| Datenpannen | Art. 33, 34 |
| Speicherbegrenzung und Löschung | Art. 5 Abs. 1 lit. e, 17 |
| Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde | Art. 31, 58 |
| Sensibilisierung und Schulung (organisatorische Maßnahme) | Art. 24, 32 Abs. 4, 39 Abs. 1 lit. b |
Sechs bedingte Pflichten und ihre automatische Ableitung
Jede bedingte Pflicht hat eine Anwendbarkeitsfrage. Wo SimpleAct die Fakten bereits kennt, leitet es die Antwort selbst ab. Ein vorhandener Eintrag zeigt, dass die Pflicht gilt; „trifft nicht zu“ leitet die App nur aus der DSB-Pflichtprüfung und der Prüfung zum EU-Vertreter ab. Alles andere beantworten Sie selbst.
| Pflicht | Grundlage | Abgeleitet aus |
|---|---|---|
| Datenschutzbeauftragter | Art. 37–39 DSGVO, § 38 BDSG | DSB-Profil oder DSB-Pflichtprüfung |
| Datenschutz-Folgenabschätzung | Art. 35 | Vorhandene DSFA-Einträge |
| Übermittlungen in Drittländer | Art. 44–49 | Drittland-Tracker oder VVT-Einträge mit Drittlandtransfer |
| Einwilligung für Cookies und ähnliche Technologien | § 25 TDDDG | Einwilligungs-Einträge, die eine Einwilligung erfordern |
| Automatisierte Entscheidungen einschließlich Profiling | Art. 22 | VVT-Einträge mit automatisierter Entscheidung |
| Vertreter in der Union | Art. 27 | Prüfung zum EU-Vertreter |
„Trifft nicht zu“ nur mit Begründung
Wer in der DSGVO-Checkliste eine bedingte Pflicht als „trifft nicht zu“ markiert, muss eine Begründung angeben; dasselbe gilt dort für jeden Punkt, der auf „nicht anwendbar“ gesetzt wird. Ohne Begründung lehnt die App das Speichern ab. In einer Prüfung ist das die erste Frage: Warum gilt das bei Ihnen nicht?
Information
Die Checklisten ersetzen keine Rechtsberatung. Sie strukturieren Nachweise und Zuständigkeiten. Der Anteil erledigter anwendbarer Pflichten der AI-Act-Checkliste fließt mit 35 % in den Compliance-Score ein; nicht zutreffende Punkte zählen dabei nicht mit.