System of Record statt Einzelliste
Inventar, Risikokontext, Rechtslogik, Nachweise und Maßnahmen bleiben pro KI-System verbunden. Das verhindert verstreute Teilstände.
Ein AI-Governance-System verbindet KI-Inventar, Risikobewertung, Pflichten, Freigaben, Runtime-Signale und Vorfälle zu einem nachvollziehbaren Betriebsablauf. Diese Seite zeigt, woran Sie ein operatives Governance-System erkennen – und wie SimpleAct es umsetzt.
Kurz erklärt
Ein KI-Register beantwortet die Frage „Welche KI-Systeme haben wir?“. Ein AI-Governance-System beantwortet zusätzlich: Wer hat freigegeben? Welche Pflichten gelten? Was passiert bei Änderungen und Vorfällen? Erst damit werden Nachweise gegenüber Auditoren und Behörden belastbar.
Vier harte Kriterien
Die Frage ist nicht, ob es Feature-Namen gibt. Entscheidend ist, ob aus Veränderungen, Reviews und Incidents belastbare Folgearbeit im selben System entsteht.
Inventar, Risikokontext, Rechtslogik, Nachweise und Maßnahmen bleiben pro KI-System verbunden. Das verhindert verstreute Teilstände.
Owner, Reviewer, Approver, Due Dates und Finalisierungs-Gates steuern, wann ein Objekt wirklich belastbar freigegeben werden darf.
Monitoring-Signale, Änderungen und Vorfälle müssen Re-Assessment, CAPA oder Review-Arbeit auslösen statt nur notiert zu werden.
Evidence, offene Punkte, Maßnahmenstatus und Authority Packs dürfen nicht außerhalb des Systems verschwinden.
Drei reale Abläufe
Drei typische Abläufe zeigen, wie ein Governance-System im Alltag funktioniert – von der Erstaufnahme eines KI-Systems bis zur Behördenantwort. So bildet SimpleAct sie ab.
Ein neues System läuft von Inventar und Rechtslogik über Audit-Playbook bis in Governance. Erst dort wird aus erfassten Pflichten eine belastbare Freigabe.
Sobald sich ein Modell, eine Datenquelle oder ein Betriebsparameter ändert, darf die Arbeit nicht bei einem Änderungsvermerk enden. Die Folgearbeit muss im System sichtbar werden.
Ein Incident ist erst dann sauber geschlossen, wenn Severity, CAPA, Re-Assessment, Nachweise und Authority-Pack logisch zusammenlaufen.
Bausteine im Überblick
Operative Tiefe entsteht nicht aus einzelnen Features, sondern aus der Verbindung dieser Bausteine – vom Rechtslogik-Review bis zur API-Anbindung.
FAQ
Ein AI-Governance-System ist die Kombination aus Prozessen, Rollen und Werkzeugen, mit der ein Unternehmen den Einsatz von KI steuert: Systeme erfassen, Risiken bewerten, Pflichten zuordnen, Freigaben dokumentieren und Vorfälle nachverfolgen. Es schafft die Nachweisbasis für EU AI Act, DSGVO und interne Richtlinien.
Ein Register listet KI-Systeme und ihre Eigenschaften. Ein Governance-System verbindet das Register mit Reviews, Freigaben, Maßnahmen und Runtime-Signalen: Änderungen und Vorfälle lösen dort nachvollziehbare Folgearbeit aus, statt nur notiert zu werden.
Der Begriff selbst steht nicht im Gesetz. Für Hochrisiko-Systeme verlangt der EU AI Act aber ein Risikomanagementsystem (Art. 9), ein Qualitätsmanagementsystem (Art. 17) und laufende Beobachtung nach dem Inverkehrbringen – in der Praxis lassen sich diese Pflichten nur mit einem durchgängigen Governance-System belastbar erfüllen.
ISO/IEC 42001 beschreibt ein AI-Management-System (AIMS) mit sehr ähnlichen Anforderungen: Rollen, Risikobewertung, Lebenszyklus-Kontrollen und kontinuierliche Verbesserung. Ein sauber betriebenes AI-Governance-System liefert die Struktur und die Nachweise, die eine Zertifizierung nach ISO/IEC 42001 voraussetzt.
Starten Sie mit Inventar und Rechtslogik und erweitern Sie Schritt für Schritt um Governance-Gates, Runtime-Monitoring und Incident-Management – alles im selben System, ohne verstreute Listen.